Interkulturelles Training Chinesen / Deutsche

 

In einer internationalen Zusammenarbeit verschiedener Nationalitäten stellen die Beteiligten schnell fest, dass es doch recht viele ungewohnte Reibungspunkte gibt. Binationale oder multikulturelle Kommunikationssituationen bzw. Teams haben erwiesener Weise eine geringere Leistungsfähigkeit, wenn man nicht besondere Maßnahmen ergreift. Am Beispiel der Interaktion zwischen Chinesen und Deutschen können vorhandene Phänomene herausgearbeitet werden. Helfen tut dieses allen Personen, die in einem multikulturellen Umfeld arbeiten oder auch leben. Besonders wichtig ist die Kenntnis für internationale Führungskräfte.

 

Bisher wird bei kulturellen Trainings eher eine ethnologische Beobachtung der anderen Kultur geliefert. Es werden bestimmt Situationen vermittelt, aber es wird kein tiefgreifender Einblick in die Denkstrukturen der jeweiligen Nationalität geliefert. Es wird ein völlig neuer Ansatz benötigt. Ein Kulturtraining ist nicht eine Veranstaltung mit dem Ziel „Seid nett zueinander“, sondern eine intensive Trainingsveranstaltung, die der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit dient. Multikulturelle Kommunikationssituationen sind eine Realität, der man sich nicht mehr entziehen kann. Wenn man weiß, dass frisch zusammengestellte multikulturelle Teams eine geringere Leistung haben als homogene nationale Teams, muß man sich überlegen, wie man diesen Nachteil überwindet. Den daraus resultierenden Vorteil kann man als Wettbewerbsvorteil darstellen. Es geht nicht darum, einen Wettbewerb zwischen den Kulturen herbeizuführen (siehe S.Huntington), sondern um die Frage, wie man trotz unterschiedlicher Kulturen leistungsstarke Kommunikationssituationen bzw. Teams erstellt, oder sogar neue innovative Wege beschreiten kann. Innovation wiederum ist der einzige jetzt bekannte Motor für Wirtschaftswachstum der langfristig verbleiben wird.

Jeder internationale Konzern steht vor der Frage der Integration verschiedener Kulturen und leidet an mancher Stelle unter enormen Effizienzverlusten. Diesen Gedanken kann man auch auf Regionen oder Nationen übertragen. Der Umkehrschluss bedeutet, dass man die kulturelle Integrationsfähigkeit als Wettbewerbsvorteil für soziale Gebilde wie Teams, Großkonzerne, Regionen bzw. Nationen sehen kann, wenn man gemäß der Wettbewerbstheorie von Porter argumentiert.

Leider wird das Thema Integration verschiedener Nationalitäten oder Kulturen momentan relativ unsystematisch angegangen. Das angebotene Training versucht eine Systematisierung auf der Ebene der Sozialpsychologie mit dem Konflikt als zentralem Interaktionsmuster. Die Ebene der Konflikte um Ressourcen, Glaubensinhalte oder Gesellschaftsmodelle wird nicht behandelt. Es werden psychologische Erkenntnisse herangezogen, um eine fundierte Basis zu erhalten. Die interkulturelle Psychologie selbst ist aufgrund methodischer Probleme noch relativ wenig entwickelt und birgt noch viel Entwicklungspotenzial. Aber es ist schon möglich, wesentliche Erkenntnisfortschritte für interkulturelle Interaktionen abzuleiten. Exemplarisch an der Kommunikationssituation des Konfliktes zwischen Chinesen und Deutschen werden für die Kommunikationsteilnehmer wenig oder nicht zugängliche

 

 

 

Verhaltensmuster aufgezeigt, die zu einer Eskalation eines Konfliktes beitragen, ohne dass sich die Teilnehmer dessen bewusst werden können. In der eigenen Kultur bewährte Konfliktlösungsmuster werden interkulturell zu Konflikteskalationsmustern.

Gerade in einer Welt, in der nach der Analyse von Samuel Huntington ein Krieg der Zivilisationen basierend auf der vorherrschenden religiösen, kulturellen Aufteilung der Welt vorhergesagt wird, bietet das angebotene Kulturtraining einen alternativen Lösungsansatz, der weit über das oberflächliche kaschieren von Unterschieden zwischen Kulturen hinausgeht.

 

In dem hier angebotenen Training wird zuerst intensiv auf die eigene Geschichte des Kursteilnehmers eingegangen, die er in jede interkulturelle Interaktionssituation einbringt. Dies wird mittels einer kurzen psychologischen Einführung erreicht. Dabei wird auch auf die Psychologie der Chinesen, d.h. auf die zentralen Verhaltensmuster eingegangen, über die man bisher noch nicht viel weiß. Weiterhin wird Handwerkszeug zur Ermittlung einer Kultur, auch Unternehmenskultur im Abriß dargestellt.

Im nächsten Schritt werden die Gebiete Ethnologische Beobachtung, Organisationspsychologie, Sozialpsychologie, Psychologie des Lernens, Führung, Nonverbale Kommunikation, Gesprächsführung,  Moderation, Strategie, Denkschulen, aus der Sicht des jeweiligen Landes - soweit notwendig - dargestellt. Es werden nur Theorien mit praktischem Nutzwert betrachtet. Diese werden mit praktischen Beispielen erläutert.

Anhand der Konfliktsituation, die als Kerninteraktionsmuster zwischen komplexen Verhaltenssystemen betrachtet wird, wird herausgearbeitet, welche Probleme durch inkompatible Konfliktlösungsmuster entstehen.

Da auf chinesischer Seite der Begriff der Strategie auch im Alltag und insbesondere in einer Konfliktsituation eine ganz andere Bewertung als in Deutschland erfährt, wird fokussiert auf chinesische Strategien und auf die philosophische Tradition eingegangen. Bisherige Erkenntnisse der Verhandlungsführung werden erläutert. Die Mediation als „westliches“ Konfliktlösungsmuster wird dem chinesischen Interaktionsmuster gegenübergestellt, welches eigentlich der Mediation sehr nahe steht, aber doch ganz anders funktioniert.

 

Kontakt : Kakosch International, 0049-0173-3827099, Ki@kakosch.de, Stubertal 60, 45149 Essen

 

 

Thema

Inhalt

Dauer

  1.  

Interkulturelle Muster erkennen

Beschreibung von Mental Maps

1 Tag

  1.  

Führen von multikulturellen Teams

Sensibilisierung für Wahrnehmungsparameter im Kulturbereich, Überblick Psychologie, Attributionstheorie, Kulturschock, Kernwerte einer Kultur, Selbstanalyse, Führen und Managen von Veränderung 

2 Tage

  1.  

Managen von Veränderung

Change Management

Kulturanalyse, Lernprozeß, Strategie, Denkschulen, Gruppentheorie,  Führen und Verändern

 

2 Tage

  1.  

Unternehmen aktvieren

Virtualisierungstechniken, Führungstechniken

½ Tag

  1.  

Wie werden Deutsche im Ausland wahrgenommen ?

 

Deutsche Kernmuster“ werden dargestellt mit anderen Mustern verglichen und neu bewertet.

 

1 Tag

  1.  

Interkulturelle Konfliktlösung

Mediationstechniken, Konfliktentstehung, Kommunikationstechniken

1 Tag

  1.  

Wie funktioniert mein Team ?

Gruppentheorie

1 Tag

  1.  

Lernen über sich selbst

Kurzeinführung Psychologie, Attributionstheorie, Parameter der Kulturbestimmung, Psychologie des interkulturellen Verhaltens, Kulturschock, Kernwerte, Selbstanalyse, Kulturanalyse

1 Tag

  1.  

Lernen von anderen Kulturen - China

Verhaltens und Denkmuster in China

1 Tag

  1.  

Neue Ideen  finden / Denkschulen

Strategie und Denkschulen

1 Tag

  1.  

Asiatische und Griechische Gesprächstechnik

Strategeme, Sun Tsi

Nonverbale Kommunikation, Gesprächsführung, Sokratische Gesprächsführung, Kunst des Überzeugens, Wirken durch das Wort, Manipulation durch das Wort

1 Tag

  1.  

Wie analysiere ich eine Unternehmenskultur ?

Basierend auf dem führenden Soziologen E.Schein

1 Tag